Blogbeiträge

Ökomarkt Donauwörth am 02.09.2018

Vielen Lieben Dank für euren Besuch und Support auf dem für uns ersten Ökomarkt in Donauwörth.

Danke an meine Helferelfen, die mich fleißig vertreten haben und euch alle hoffentlich gut beraten haben. Trotz des etwas unfreundlichem Wetter hat es meinen Mädels sehr viel Spaß gemacht. Ich persönlich war am Sonntag nach dem Aufbau des Standes wieder auf dem Sofa und habe die letzten Tage meiner Schwangerschaft eingeläutet. Auf dem nächsten Markt in Meitingen werde ich zumindest zeitweise wieder anwesend sein und für euch persönlich zur Verfügung stehen. Gerne könnt Ihr auch mit Feedback oder Verbesserungsvorschlägen zu den letzten gekauften Produkten zu mir an den Stand kommen.

Einen Überblick des Marktes findet Ihr hier auf der Facebook Seite des Ökomarktes.

Gurkensirup

Habt ihr gerade auch eine Gurkenschwämme im Garten und könnt Salat von dem eigentlichen doch so leckeren Gemüse nicht mehr sehen? Ich habe mich jetzt ans Werk gemacht und Gurkensirup hergestellt. Den Gurkengeschmack für den Winter haltbar machen fand ich sehr attraktiv.

Darauf gekommen bin ich über Gin Tonic. Kurzer Exkurs ;). Ich bin gerade mit unserem 3. Kind schwanger und das letzte Getränk war eben genau so ein Gin Tonic zu Silvester. Da ich vorher wegen Schwangerschaft und Stillzeit unserer Adelheid keinen Alkohol gewöhnt war fand ich dieses eine Glas natürlich sehr erheiternd. Ich glaube aus diesem Grund bilde ich mir jetzt nach der Stillzeit einen Gin Tonic mit Gurkensirup ein. Ich werde nächstes Jahr in diesem Beitrag ergänzen, ob ich ihn wirklich getrunken habe und ob er so gut war wie ich es mir gerade vorstelle. Aber ohne Alkohol geht es natürlich auch. Der Gurkensirup schmeckt mir jetzt gerade besonders im stillen/spritzigen Wasser oder mit Ginger Ale gemischt.

Das Rezept und die Idee dazu sind sicher nicht neu, aber ich habe es jetzt für mich entdeckt. Ich schreibe euch auf wie ich den Sirup gemacht habe.

Für ca. 1l Gurkensirup braucht ihr:

1 kg     Gurke, entkernt
375 g    Rübenzucker, bio
600 g    Wasser

Die Gurken wascht ihr, schneidet sie längs auf und entfernt das komplette Kerngehäuse mit einem Löffel. Besonders eigenen sich hier richtig intensiv schmeckende kleine Gurken, aber auch die normalen Gurken geben einen guten Geschmack ab. Die Gurkenstücke raspelt ihr dann in Streifen und stellt sie kurz beiseite.

Der Zucker wird mit dem Wasser kurz im Topf aufgekocht bis sich der Zucker aufgelöst hat.

Dann gebt ihr die Gurkenraspel in die Zuckerlösung und lasst das ganze mindestens 30 Minuten ziehen. Danach seiht ihr die Gurkenreste ab und fangt den Sud in einem Topf auf.
(Anmerkung: Falls ihr selbst oder in der Nachbarschaft Hühner habt die finden die Gurkenreste ganz toll.)

Den Gurkensud ca. 25. Minuten bei 85 Grad leicht köcheln lassen bis er die gewünschte Konsistenz erreicht hat.

Wenn Ihr den Sud nach dem Kochen nicht nochmals z.B. durch einen Kaffeefilter laufen lasst setzen sich Gurkenreste in der Flasche ab. Der Absatz ist aber ganz normal und deutet nicht darauf hin, dass der Sirup schlecht geworden ist.

Im Kühlschrank ist der Sirup gut eine Woche haltbar. Da ich gleich mehrere Liter gemacht habe wurden die Flaschen für eine längere Haltbarkeit noch bei 80° Grad für 30 Minuten eingekocht.

Patounis Seifen

Selbst sind wir begeisterte Nutzer der Patounis Olivenölseife und nutzen sie für’s Händewaschen oder beim Duschen. Mit ihrem neutralen PH-Wert von ~7 ist sie perfekt für die tägliche Körperpflege. Das Beste daran ist, dass wir uns seitdem nach dem Duschen nicht mehr eincremen müssen und keinen Müll durch leere Duschgelflaschen extra produzieren. Auch meine Kinder lieben diese neutrale Seife.

Dieses Jahr haben wir unser Seifensortiment von Patounis nun endlich aufgestockt.

Jetzt gibt es bei uns zusätzlich im Shop und vor Ort auch Kernseife zur Fleckenentfernung bei Kleidung. Sie kann prima zum Waschen von Kleidung verwendet werden, sollte allerdings vorher geraspelt werden.

Auch die grünen Olivenseifenflocken zum Putzen sind nun bei uns erhältlich. Beide Seifen sind natürlich wieder palmölfrei, vegan und ohne Zusatzstoffe. Am Ende von diesem Beitrag findet ihr zwei Patounis Rezepte mit diesen Flocken für euren Alltag.

Wir versenden diese Seifen per Warensendung (Gesamtgewicht 1 kg) mit einer Laufzeit von 3-4 Werktagen.

 

REZEPTE von Patounis
(Verwendung der Rezepturen auf eigene Verantwortung)

Anleitung für Universalreiniger
Für 1 Liter Universalreiniger geben Sie 100gr Seifenflocken in 1 Liter Wasser. Die Flocken brauchen ca. 12 Stunden bis sie sich von selbst aufgelöst haben. Bitte zwischenzeitlich das Gemisch umrühren. Schneller geht es wenn Sie die Flocken in heißem Wasser auflösen. Je nach Art des Gebrauchs (Geschirrspülen, Bodenreinigung, Fenster- und Türen Reinigung usw.) nehmen Sie ca. 100-200ml des fertigen Universalreinigers auf 1 Liter Wasser. Bitte vorher das Gemisch kurz schütteln. Für ein Fußbad reichen 100ml auf 1 Liter Wasser.

Anleitung für den Garten
Als Mittel gegen Blattläuse nehmen Sie auf 1 Liter Wasser, 30 gr Seifenflocken und 20ml Alkohol. Wenn sich die Seifenflocken aufgelöst haben kann das Gemisch für die Endnutzung bei Bedarf in einer Sprühflasche umgefüllt werden. Für den Einsatz bei Gemüsepflanzen nehmen Sie bitte reinen Alkohol aus der Apotheke oder Drogerien.

2. KunstHandWerkMarkt Monheim

Letztes Jahr waren wir noch als Besucher bei schlechtem Wetter in Monheim.

Am 06.05.2018 durften wir nun selbst am 2. KunstHandWerkMarkt in Monheim teilnehmen. Die Produkte waren eingepackt und die Kinder verräumt. Los ging es bei wunderbarem Wetter nach Monheim. Mein Mann – oder auch Packesel – war mit dabei und unterstützte mich tatkräftig. Packesel, weil er leider alles Schwere alleine heben musste. Auf Grund meiner Schwangerschaft hätte er auch nicht zugelassen, dass ich selbst anpacke.

So verbrachten wir einen schönen kinderfreien Tag in Monheim mit vielen, netten und interessierten Besuchern. Wir bedanken uns bei jedem fürs Probieren, Kaufen und die angeregten Gespräche. Wir freuen uns schon auf nächstes Jahr.

Das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD)

Gestern Abend habe ich für uns ein spontanes, schnelles Essen ausgewählt – Pellkartoffeln. Einen Quark habe ich auch im Haus. Den cremigen Quark vom Berchtesgadener Land habe ich schon im Weihnachtsurlaub gekauft und damit war fast klar, dass der Quark abgelaufen ist. Auf dem Deckel stand „Mindestens haltbar bis: 31.12.2017“. Naja dachte ich mir, der ist jetzt zwar gute 2 Wochen „abgelaufen“, aber ich schau mal. Geöffnet und der Quark roch normal, keine Schimmelbildung, umgerührt und probiert. Einwandfrei! Der Quark schmeckte wie immer trotz überschrittenem Datum. Schnell einen Teelöffel von der Starken Knolle in die 350 g Quark eingerührt und fertig war der leckere Dip zu unseren Kartoffeln.

Im Schnitt wirft jeder Bundesbürger pro Jahr rund 80 Kilogramm Lebensmittel im Wert von rund 230 Euro weg nur weil das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten ist. Ich durfte mich letztes Jahr mit dem Thema ja intensiver befassen, da ich meine eigenen Produkte richtig auszeichnen wollte.

Und so lautet die Definition der Lebensmittelbehörde dazu:
Mindesthaltbarkeitsdatum eines Lebensmittels“ das Datum, bis zu dem dieses Lebensmittel bei richtiger Aufbewahrung seine spezifischen Eigenschaften behält.

Für meine Salze bedeutet das z.B. ich muss das Mindesthaltbarkeitsdatum unter Berücksichtigung folgender Kriterien auswählen: Wie lange behält mein Salz die originale Farbe, denn Kräuter verblassen bekanntlich mit der Zeit? Wie lange schmeckt mein Salz wie am ersten Tag ohne Geschmacksverlust? So komme ich zu dem Zeitraum von einem Jahr. Dass Salz viel länger hält wissen wir alle. Salz alleine kann nicht schlecht werden und hat kein Verfallsdatum. Kräuter, solange sie gut getrocknet sind verlieren höchstens etwas an Geschmack sind aber auch sehr lange haltbar. Ich denke, dass ein Salz über Jahr hinweg verwendet werden kann ohne zu Verderben. Bis zum Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums bin ich haftbar zu machen. Heißt, wenn ich zwei Jahr Haltbarkeit angebe und mein Salz verbleicht doch etwas an Geschmack verliert obwohl es dunkel gelagert wurde bin ich dafür verantwortlich und könnte auf Schadensersatz verklagt werden. Natürlich macht das im Normallfall keiner, denn wir reden hier über einen kleinen Betrag, aber für das Geschäft egal welches ist das doch schädigend. Dadurch werden die Mindesthaltbarkeitsdaten verkürzt um kein Risiko einzugehen. Honig z.B. hält bei kühler, trockner Lagerung locker 3 Jahre, aber meist wird das MHD von einem Jahr angegeben.

Deswegen meine Bitte: Werfen Sie unser Produkt nicht einfach weg sobald das Datum überschritten wurde. Das gilt auch für alle anderen Lebensmittel in Ihrem Haushalt. Benutzen Sie Ihre Sinne und prüfen Sie, ob Sie das Produkt noch verzehren können und entscheiden Sie individuell. Falls es unangenehm riecht, Schimmel zu erkennen ist, komisch oder säuerlich schmeckt oder Sie sich unsicher sind gehen Sie kein Risiko ein und entsorgen Sie das Lebensmittel.

Das hilft nicht nur der Umwelt, sondern entlastet auch Ihren Geldbeutel.

Entschleunigen

Gerade jetzt zur Weihnachtszeit ist jeder gestresst. Es muss noch so viel erledigt werden. Jeder kehrt vor seiner Tür und merkt dabei nicht, wie er anderen Leuten den Staub in deren Gesicht fegt.

Ein guter Freund erzählte mir von einem Erlebnis. Er war an Feiertagen auf Rufbereitschaft und hatte an einem Wochenende ganze 4 Einsätze. Auf die Frage wie dringend es ist und ob es bis Montag warten kann verneinte jeder einzelne Kunde und betonte, dass er sofort erscheinen müsse. Es war tatsächlich 2x der Fall, dass es nicht hätte warten können. Allerdings waren die anderen beiden Einsätze weder eilig noch dringend. Natürlich zahlt der Kunde einen Aufschlag für diesen Auftrag, aber ihm ist Zeit mit Familie und für sein Hobby entgangen. Diese wäre ihm sicher wichtiger gewesen als das bisschen mehr Geld in der Tasche. Jeder hat nur begrenzte Tage um sich zu regenerieren, seinen Hobbies nachzugehen, zu feiern, nichts zu tun oder intensive Zeit mit den Kindern zu verbringen. Muss man da also sich selbst in den Vordergrund drängen? Sich als wichtiger ansehen? Denkt man vor seinen Handlungen einmal an andere?

Ich brauche unbedingt!
Das wird am besten im Supermarkt deutlich. Schnell auf das Angebot stürzen bevor es jemand anderes an sich nehmen kann, obwohl wir eigentlich schon genug haben. Gedrängel an den Regalen oder der Kasse, keine Zeit, keine Geduld, kein Miteinander. Keiner nimmt sich eine Minute um freundlich zu sein, einmal zu lächeln oder sich für Kleinigkeiten zu bedanken. Unsere Regale sind übervoll. Genießt den Einkauf und euren Luxus frei zu entscheiden was man gerne möchte unabhängig von Saison, Anbauregion oder Intoleranzen. Es gibt reichlich für jeden von uns. Warum muss man sich so stressen?

Schuld sind eh immer die anderen!
An schlechter Leistung sind heutzutage nicht mehr die Personen die Leisten sollten Schuld. Nein es sind immer alle andern. An der Schule die Lehrkräfte, die Wissen nicht richtig vermitteln können. Kann ja nicht anders sein, denn unsere Kinder sind unfehlbar. Das habe ich erschrocken bei mir selbst bemerkt. Ich habe auch einige Hinweise oder Erzählungen über mein Kind als Kritik aufgefasst. Dabei wollte man mir nur vom Tag mit dem Kind erzählen. Sollte man nicht einfach auch mal zuhören können? Oder Kritik anhören, eventuell annehmen und vielleicht sogar daran arbeiten können? Oft sind es nur gut gemeinte Ratschläge, die wir falsch auffassen.

Wir sollten Entschleunigen!
Jeder sollte einmal sein Leben betrachten und unwichtige Dinge streichen. Sich selbst nicht über andere Menschen stellen. Respektvoll miteinander umgehen. Dankbar sein für unsere Familie, unser Dach über dem Kopf, unseren Wohlstand, unsere Lebensmittel, unsere Bauern, unsere Ehrenamtlichen, unsere Pflegekräfte, unsere Umwelt, unsere Natur, unseren Tieren und all denen die ich jetzt vergessen habe aufzuzählen. Wandle deinen Stress in Glück. Es gibt etwas das dich nicht zufrieden stellt? Lass es nicht an anderen aus und versuche damit neutral umzugehen oder es zu ändern. Lass dich nicht sinnlos frustrieren. Nutze deine Zeit!

Ehrlichkeit währt am längsten!
Man sollte mit allem Offen umgehen können. Gibt es Dinge die einen stören und die angesprochen werden müssen, damit kein Streit daraus entsteht. Aber viel wichtiger ist, dass man Gutes anspricht. Nichts ist schöner als ein ernsthaftes Kompliment. Leider vergessen wir das zu oft!

Und die Moral von der Geschicht!
Ich habe von meinem Chef einmal folgenden Text zum Jahresende erhalten:

Zwei junge Fische schwimmen im Ozean, als sie einem älteren Fisch begegnen. „Morgen, Jungs“, begrüßt der die beiden, „wie ist heute so das Wasser?“
Die beiden jungen Fische schwimmen eine Weile stumm weiter, dann sagt der eine zum anderen: „Was, zum Teufel, ist Wasser?“

Diese kleine Geschichte habe ich heute Morgen zum ersten Kaffee gelesen. Das hat mich nachdenklich gemacht. Wir leben in einer so schönen, ordentlichen und guten Welt, dass wir manchmal vielleicht gar nicht mehr wahrnehmen, wie gut es uns eigentlich geht. Ein Blick auf die Entwicklungen im Rest unseres großen Ozeans wirft momentan viele Fragezeichen auf. Umso mehr sollten wir dankbar sein und das Gute, das uns gegeben ist, beschützen und bewahren.

Schlusswort!
Hierzu finde ich keine weiteren Worte außer:
Genießt das Wasser! Frohe Weihnachten und ruhige Feiertage.

Die Ignoranz des Menschen

Normalerweise hole ich Obst und Gemüse jede Woche frisch beim Bio-Bauern auf dem Markt bei dem ich genau die Menge kaufen kann die ich benötige und das auch noch unverpackt. Leider war mir das heute nicht möglich und ich war in einem Discounter um die Ecke einkaufen. Nicht viel. Nur ein bisschen Obst für den Obstsalat und dies oder das. Man kommt aus solchen Läden ja nicht einfach so raus. Ich brauch ja auch noch Nüsse, Sonnenblumenkerne, Hering und ahhhh die Angebote.

Es war befremdlich das Obst anzufassen. Ich hatte einen inneren Schweinehund, den ich überwinden musste. Das Gefühl gefiel mir überhaupt nicht. Ich war kurz davor die Sachen zu packen und den Obstsalat auszusetzen, aber meine Schwiegermama hat Geburtstag und möchte eine „gesunde“ Alternative auf dem Tisch. So landeten eine Mango, eine Ananas, zwei Birnen, Bananen und zwei Äpfel mit ihrer ekeligen Schmierschicht, die nicht natürlich sein kann in meinem Einkaufswagen. „Aber du hättest doch Bio kaufen können“. Klar hätte ich das können, aber hätte dann 8 statt den benötigten 2 Äpfeln plus extra Plastikmüll mit nach Hause genommen. Ich kann Plastik nicht ganz vermeiden, aber bewusst reduzieren. Die Bananen sind Bio mit Plastikbanderole. Komisch, dass es Bananen schon seit längerem als Bioprodukt und meist sogar als fairtrade Ware zu kaufen gibt. Die anderen Artikel wurden nicht in Bioqualität angeboten. Ich schlenderte weiter durch den Supermarkt und fand einen Nussmix Erdnüsse mit Cashews. Cool – bio und fairtrade! Sind auch in Plastikverpackt, aber ich wollte einen Packung für meinen Schwager mitnehmen, der gerade viel um die Ohren hat und Nüsse inhaliert. Jetzt nähern wir uns dem eigentlichen Hauptthema.

Hier ein Auszug von meinem Kassenzettel:

  • Mango                                       1,79 EUR
  • Ananas                                      1,99 EUR
  • BioFairTrade Nuesse 150g    1,99 EUR

Fällt euch was auf an den Preisen? Kann es sein, dass eine Mango günstiger ist als ein Nussmix? Zum Vergleich die Mango kostet ca. 3 EUR und die Ananas ca. 6 EUR beim Bauern. Natürlich ist die Ware auch zugekauft und von Übersee hier her geschifft wie die vom Supermarkt um die Ecke, allerdings bleibt doch etwas mehr beim Hersteller hängen als bei konventioneller Ware.

Jetzt geht es weiter mit dem Diskussionsthema, das ich bevorzugt mit meiner Mama „Ihr könnt euch vielleicht die Bioprodukte leisten, aber ich kann das nicht“ führe. Wie oft liegen bei euch diese Exoten wie Ananas, Mango, Avocado, etc. zum Dumpingpreis im Einkaufswagen? Wöchentlich oder nur ein paar Mal im Monat? Bei uns liegen diese Früchte vielleicht einmal in 3-6 Monaten im Einkaufskorb. Wir richten uns lieber nach dem regionalen Angebot und sehen Südfrüchte als Luxusartikel an. Ein kurzer Exkurs zur Ananas. Diese galt früher als Statussymbol der Reichen. Wer sich ein Gewächshaus mit Ananas leisten konnte zählte zur Oberschicht. Heutzutage isst jeder oft und gerne Ananas. Aber woher kommen diese Früchte? Wie werden sie angebaut und was leisten die Angestellten einer Plantage? Jetzt kommen wir zum eigentlichen Thema welches in der Artikelüberschrift schon angesprochen wurde. Schauen wir uns mal den Preis einer Mango an. Sie kostet 1,79 EUR davon geht die Marge des Händlers in Deutschland weg, die Verschiffung und die Verpackung. Wie hoch kann da noch der Einkaufspreis vom Plantagenbetreiber sein? Was denkt ihr bekommen seine Angestellten?

Ich vermute mal sie buckeln den ganzen Monat für ein paar Euro. Sicherlich haben sie auch keine gesetzlichen Pausen, bezahlte Urlaubs- oder Krankheitstage. Bei Bioprodukten, die auch Fair Trade gehandelt sind sieht es anders aus. Die Angestellten haben das ganze Jahr hindurch eine verlässliche Einkommensquelle, bekommen faire Löhne, arbeiten in einem sicheren Umfeld und werden nicht diskriminiert. Was denkt ihr welcher Arbeitnehmer wird eher seine Sachen packen und in das reiche Europa flüchten? Der der gut verdient und ein gesichertes Leben hat? Oder der, der jeden Monat auf’s neue Angst hat seine Familie nicht ernähren zu können. Da sind sie unsere Wirtschaftsflüchtlinge. Alles junge, starke Burschen, die auf ein besseres Leben hoffen und höchst wahrscheinlich jeden Monat einiges ihrer bezogenen Leistungen oder deren Arbeitslohn nach Hause schicken um ihre Familien zu ernähren. Sicher sind sie gerne weit weg von zu Hause. Sicher wollen sie z.B. hier in Deutschland nur ein schönes Leben. Was wäre wenn jeder von uns Fair Trade und Bioprodukte kauft? Müsste die Wirtschaft dann nicht umdenken und bessere Arbeitsbedingungen in dem jeweiligen Land schaffen, weil die Arbeitskräfte benötigt und geschätzt werden? Das gilt nicht nur für Südfrüchte sondern auch für Kaffee, Kakao, Reis, Fisch oder andere importierte Waren. Man kann es sich immer so leicht machen und auf alles und jeden schimpfen. Aber wenn DU selbst nicht etwas veränderst, dein Kaufverhalten und die Einstellung, dann wird sich nichts ändern und wir bleiben stehen. Es wird immer mehr Hass entstehen. Der Hass der Deutschen auf (Wirtschafts-)Flüchtlinge, der Hass der Flüchtlinge auf den hohen Lebensstandard der Deutschen. Neid, Missgunst und Wut.

Packt euch an die eigene Nase und packt an. Helft den ärmeren Ländern durch euer Kaufverhalten bessere Bedingungen zu schaffen.

Aber im Supermarkt gibt es ja nur eine begrenzte Auswahl. Ich habe keine Möglichkeit dazu. Entweder ich kaufe das oder gar nichts. Schau in deinem Supermarkt nach fairer Ware und greife dort zu. Steht das nicht zur Auswahl geh doch mal bei der Konkurrenz vorbei oder verzichte einmal auf dein Luxusgut. Helfe mit die Welt zu verbessern. Dich kostet es bei geschicktem Einkaufsverhalten 10 – 20 EUR im Monat und wer sich den Aufpreis leisten oder an anderer Stelle sparen kann sollte dabei mit helfen. Wenn die Umsatzeinbußen der Großen zu hoch sind werden sie reagieren müssen.

Das heute war auch mein letzter Fehlkauf. Versprochen ;)!

Kreative Natur auf dem 13. Engerlmarkt Thierhaupten

Wir sind wieder auf dem Engerlmarkt in Thierhaupten im Klosterhof zu finden. Besucht unseren Stand im Innenbereich.

02.12.2017 von 15:00 bis 21:00 Uhr
03.12.2017 von 12:00 bis 20:00 Uhr

Hoffentlich kommt ihr alle unseren Stand besuchen und schaut was wir euch alles zu bieten haben. Neben unseren Shopprodukten gibt es auch von Hand gefertigte Einzelstücke aus Naturmaterialien. Wir freuen uns auf euch!

 

schnelle Bolognese Soße

schnelle Bolognese Soße

Normalerweise kocht meine Bolognese Soße mindestens 4 Stunden ein. Heute gab es allerdings eine schnelle Bolognese Soße bei uns zu Hause und sie hat mir überraschenderweise gut geschmeckt. Da ich dieses Jahr so viele große Tomaten im Garten hatte, habe ich diese püriert und eingekocht. Das ist die Grundlage meines Rezeptes, aber es klappt sicher auch mit passierten oder frischen Tomaten.

1                     Zwiebel, mittlere Größe
1                     Knoblauchzehe
1 EL                Rapsöl
400 g             Hackfleisch
450 g             Tomaten in Stücke oder püriert (frisch oder aus der Dose)
1 TL               Olivensalz
2 TL               Pizzagewürz
Etwas            Pfeffer

Zwiebel und Knoblauchzehe in kleine Stücke schneiden.

Die Zwiebel mit dem Öl im Topf leicht an dünsten, dann das Hackfleisch mit dem Knoblauch dazu geben und beides leicht anbraten.

Das Ganze mit den Tomaten und etwas Wasser ablöschen. Falls ihr eingemachte Tomatensosse verwendet füllt die geleerte Flasche mit etwas Wasser, schüttelt und gebt den Rest auch noch in den Topf. So geht nichts von den Tomaten verloren und die Flasche ist auch fast wieder sauber. Bei passierten Tomaten etwas mehr Wasser hinzufügen, dass das ganze etwas flüssiger wird.

Die Soße mit unserem Olivensalz und dem Pizzagewürz in Bioqualität würzen. Ein paar Drehungen Pfeffer aus der Mühle um etwas mehr Würze zu erreichen. Ihr könnt unser Olivensalz auch mit neutralem Salz ersetzen.

Das ganze 20 Minuten bei mittlerer Temperatur köcheln lassen, mit Nudeln und geriebenen Parmesan oder Emmentaler servieren.

Unsere Nudeln waren heute aus Dinkelmehl aus der Region und Eiern von unseren eigenen Hühnern selbst gemacht. Die Soße hat für ca. 600 g gekochte Nudeln gereicht.

schnelle Bolognese Soße

Guten Appetit!

Bienensterben? Was kann ich da schon tun.

Als mir meine Schwägerin erzählt hat, dass sie sich Bienenstöcke holt war ich begeistert. Nicht nur, dass der Auhof ein Paradies für jede Biene ist auch wird sie sicher einem Ihrer Kinder das Hobby näher bringen können und somit den ein oder anderen zukünftigen Imker „ausbilden“. Zum Auhof ein paar Worte. Auf dem Beitragsbild können Sie den Bauernhof entdecken. Weit und breit nur Felder, Wald und Blumen. Da meine Schwägerin begeisterte Kräuterhexe ist finden die Bienen auch ausreichend Naturkräuter, eine Obstbaumwiese und einen großen privaten Gemüsegarten. Ausreichend vielfältig für wunderbaren Honig. Dieser Honig sollte niemals über 40° C Grad erhitzt werden, weil dadurch viel zu viele wichtige Inhaltsstoffe verloren gehen. Falls unser Honig kristallisiert bitte einfach auf eine warme Heizung/Kachelofen stellen oder in den Ofen (Türe schließen und nur die Glühbirne anstellen).

Die größten Bedrohungen für unsere Bienen sind Pestizide, Futterknappheit und Lebensraumverlust. Eine kurze Zusammenfassung was jeder von uns tun kann:

  • Biobauern unterstützen, da keine künstlichen Pestizide auf den Feldern landen
  • Keine chemischen Pflanzenschutzmittel zu Hause verwenden
  • Heimische Bienen-Blumen pflanzen, die bevorzugt sehr früh im Jahr (z.B. Krokus) oder im Spätsommer (z.B. Efeu, Fetthenne, Herbstastern) blühen
  • Billig Blumen vom Discounter oder Baumarkt können für Bienen giftig sein – lieber bei der regionalen Gärtnerei kaufen
  • Billig-Honig vom Discounter meiden
  • Bienen- bzw. Insektenhotel bei Möglichkeit im Garten anbieten
  • Kindern zeigen, dass Bienen und Hummeln wichtig für unser Obst und Gemüse sind und kein Grund zur Panik

Natürlich komme ich auf Märkten und durch meinen Shop mit vielen Personen ins Gespräch. Es ist erschreckend wie viele Leute günstigen Honig aus dem Supermarkt kaufen. Er ist sehr günstig, da er meist eine Mischung von Honig aus EU-Ländern und Nicht-EU-Ländern ist. Damit unterstützen wir bei den Preisen weder die Imker noch eine gesunde Umwelt oder die Bienen an sich. Mit einem Honig aus Deutschland werden keine gefährlichen Krankheiten für unsere Bienen importiert, kein ungerechter Handel mit ausländischen Imkern getrieben. Mal ehrlich, was kann dieser Honig denn noch an natürlichen und gesunden Inhaltsstoffen enthalten?

Ich freue mich jedenfalls Ihren Honig hier anbieten zu können. Mit dem Kauf von unserem Auhof Honig unterstützt ihr diese kleine familiengeführte Imkerei aus dem Altmühltal.