20. Langerringer Markttreiben

Kreative Natur durfte am 17.09.2017 am 20. Langerringer Markttreiben teilnehmen. Der Wetterbericht ärgerte uns bereits ein paar Tage vorher – „Sonntag gibt es Schauer und es ist kalt“. So ein Pech! Dabei hatte ich dem Marktleiter Herrn Zacher doch versprochen gutes Wetter mit zu bringen. Nach einer Woche Planen, Zusammenpacken und Produkte auswählen ging es endlich los. Denn angemeldet ist angemeldet egal welches Wetter für den Markttag angesagt ist. Ich machte mich Sonntag auf den Weg mit etwas gedämpfter Stimmung. Als es auf dem Hinweg bereits anfing zu tröpfeln stieg meine Laune nicht wirklich. Angekommen machte ich mich an den Aufbau des Standes. Der Platz dafür war nicht so ganz optimal, denn ich durfte mein Lager neben einem Kuhstall aufschlagen. Der Duft half nicht so ganz meine Kräutersalze und Zuckermischungen zu präsentieren, denn meine „Schnüffelgläser“ war zu klein um den herben Duft in der Luft zu überdecken. So ein Mist dachte ich mir, aber es sollte doch ganz anders kommen.

Als die Kirchturmglocke 10:00 Uhr schlug und er Markt feierlich eröffnet wurde passierte unfassbares. Die Sonne kam raus. Immer wieder verwöhnte Sie uns mit ihren Sonnenstrahlen und hielt den angesagten Regen fern. Nicht mehr als 20 Regentropfen landeten einmal kurz auf meinen gebastelten Dekorationen. So konnte ich mein Versprechen unerwartet doch noch einhalten. So wie das Wetter sich zum Guten wandelte stieg auch meine Laune. Die ersten Besucher meines Standes trafen so langsam ein. Mit vielen tollen Menschen kam ich in den Dialog und es ging nicht nur um meine Produkte sondern auch allgemein um den ökologischen Aspekt meines Standes. So konnte die Olivenölseife sehr gut überzeugen so wie die Idee unserer Spüllappen aus Bio-Baumwolle. Kräutersalze und Zuckermischungen wurden rege getestet. Als das Markttreiben zu Ende ging habe ich viele wertvolle Erfahrungen sammeln und ein paar neue Kunden gewinnen können. Ich hoffe jedem meiner Kunden gefällt sein gekauftes Produkt und wird zum Wiederholungstäter. Falls Sie zu meinem Kundenkreis gehören können Sie mir gerne Feedback geben und das Produkt in meinem Shop bewerten.

Ein Dankeschön geht an den Marktleiter Herrn Zacher für den reibungslosen Ablauf und an meine Helferelfe für die die moralische Unterstützung.

Warum hat Palmöl so einen schlechten Ruf?

Das Problem mit Palmöl

Heutzutage finden wir in fast jedem Produkt das Palmöl. Ob in unserem Nuss-Nougat-Aufstrich, in der Handseife, der Fertigpizza oder in Reinigungsmitteln. Was kaum einer weiß es fließt auch Palmöl in unseren sogenannten Biosprit. Die Anwendung ist vielfältig.

Mit 66 Millionen Tonnen pro Jahr ist Palmöl das meist produzierte Pflanzenöl. Es ist ein Pflanzenöl, das aus dem Fruchtfleisch der Früchte der Ölpalme gewonnen wird. Ölpalmen sind drei Mal so ertragreich wie Raps und beanspruchen eine geringe Anbaufläche.

Hört sich doch gut an, aber warum soll man Palmöl nun vermeiden?

Ein Grund für seinen schlechten Ruf ist die Abholzung des Regenwalds, aber auch Menschenrechtsverletzungen bei den Arbeitsbedingungen sind Alltag. In Südostasien, Lateinamerika und Afrika werden Tag um Tag riesige Regenwaldflächen gerodet und abgebrannt, um Platz für die Plantagen zu schaffen. Auch Brandstiftung ist hier keine Seltenheit um schnell neuen Raum zu erhalten. Erntehelfer werden zu Zwangsarbeit verpflichtet und leider zu häufig kommt es bei dem Abbau von Palmöl zu Kinderarbeit. Auch wird bei vielen Plantagen ein Herbizid angewendet, das jährlich zu Tausenden Vergiftungsfällen bei Arbeitern und Kleinbauern führt. Leider soll das Bio-Palmöl nicht unbedingt nachhaltiger sein. Einen kleinen Teil, der in afrikanischen Kooperativen angebaut wird ist tatsächlich bio.

Für die Leute, die kein Interesse am Regenwald oder fairer Arbeit in 3. Ländern haben gibt es noch einen Grund auf Palmöl zu verzichten: In raffiniertem Palmöl sind große Mengen gesundheitsschädlicher Fettsäureester enthalten, die das Erbgut schädigen und Krebs verursachen können.

Palmöl vermeiden

Was können wir nun tun um Palmöl zu vermeiden und damit die Nachfrage (weniger Plantagen, weniger Ausbeutung) zu reduzieren.

  1. Fertiggerichte vermeiden
  2. Auf Lebensmittelpackungen die Inhaltsstoffe studieren und Palmölfreie Produkte bevorzugen. Da gibt es sicher Überraschungen.
  3. Das Auto mal stehen lassen und zu Fuß gehen oder mit dem Rad fahren
  4. Waschmittel auf Palmöl prüfen und gegebenenfalls ersetzen oder sogar selbst herstellen

Fang an Palmöl zu reduzieren und nutze unsere Patounis Olivenölseife ohne Palmöl beim Händewaschen, Duschen oder Rasieren (mit Rasierpinsel aufschäumen).

Verbände für „besseres“ Palmöl

Palmöl ist ein Stoff der oft schwer zu ersetzen ist. So kommt er leider immer noch häufiger vor als man denkt. Ökologische Verbände versuchen daher den Palmölabbau nachhaltig zu gestalten.

Der Roundtable of Sustainable Palm Oil (RSPO) möchte den Palmölanbau nachhaltiger machen. Der RSPO ist kein Öko-Label, was bedeutet, dass die Mitglieder freiwillig mehr für Naturschutz und Menschenrechte tun. Dabei gibt der WWF aber nur absolute Mindestanforderungen vor, die weiter ausgeweitet werden sollten zum Beispiel mit einem Verbot von Pestiziden.

Das Forum Nachhaltiges Palmöl (FONAP) ist ein Zusammenschluss von derzeit 48 Unternehmen, Nichtregierungsorganisationen, Verbänden und dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft. Die Mitglieder des FONAP verpflichten sich, ausschließlich nachhaltig produziertes Palm- und Palmkernöl in ihren Produkten zu verwenden. Darüber hinaus streben die Mitglieder eine Rückverfolgbarkeit des verwendeten Palmöls sowie die Einhaltung bestimmter Zusatzkriterien an, die noch nicht durch die Zertifizierungssysteme abgedeckt sind.

Kreative Natur lebt!

Heute wurde unsere Seite kreativenatur.de erstellt und jetzt sind wir schon fleißig am Basteln. Bald gehen die ersten Produkte online. Wir freuen uns! Ihr euch hoffentlich auch.

Update August 2017:
Wir sind endlich online mit unserem Shop! Sie finden hier nun unsere handgefertigten Produkte und unsere Lieblinge. Saisonale Kräutersalze, Zuckermischungen, Liköre, Gewürze und vieles mehr. Demnächst sehen Sie uns auch auf diveren Märkten im Augsburger Landkreis wie z.B. dem 20. Langerringer Markttreiben oder dem Engerlmarkt in Thierhaupten.