Das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD)

Gestern Abend habe ich für uns ein spontanes, schnelles Essen ausgewählt – Pellkartoffeln. Einen Quark habe ich auch im Haus. Den cremigen Quark vom Berchtesgadener Land habe ich schon im Weihnachtsurlaub gekauft und damit war fast klar, dass der Quark abgelaufen ist. Auf dem Deckel stand „Mindestens haltbar bis: 31.12.2017“. Naja dachte ich mir, der ist jetzt zwar gute 2 Wochen „abgelaufen“, aber ich schau mal. Geöffnet und der Quark roch normal, keine Schimmelbildung, umgerührt und probiert. Einwandfrei! Der Quark schmeckte wie immer trotz überschrittenem Datum. Schnell einen Teelöffel von der Starken Knolle in die 350 g Quark eingerührt und fertig war der leckere Dip zu unseren Kartoffeln.

Im Schnitt wirft jeder Bundesbürger pro Jahr rund 80 Kilogramm Lebensmittel im Wert von rund 230 Euro weg nur weil das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten ist.

Ich durfte mich letztes Jahr mit dem Thema ja intensiver befassen, da ich meine eigenen Produkte richtig auszeichnen wollte.

So lautet die Definition der Lebensmittelbehörde dazu:
Mindesthaltbarkeitsdatum eines Lebensmittels“ das Datum, bis zu dem dieses Lebensmittel bei richtiger Aufbewahrung seine spezifischen Eigenschaften behält.

Für meine Salze bedeutet das z.B. ich muss das Mindesthaltbarkeitsdatum unter Berücksichtigung folgender Kriterien auswählen: Wie lange behält mein Salz die originale Farbe, denn Kräuter verblassen bekanntlich mit der Zeit? Wie lange schmeckt mein Salz wie am ersten Tag ohne Geschmacksverlust? So komme ich zu dem Zeitraum von einem Jahr. Dass Salz viel länger hält wissen wir alle. Salz alleine kann nicht schlecht werden und hat kein Verfallsdatum. Kräuter, solange sie gut getrocknet sind verlieren höchstens etwas an Geschmack sind aber auch sehr lange haltbar. Ich denke, dass ein Salz über Jahr hinweg verwendet werden kann ohne zu Verderben. Bis zum Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums bin ich haftbar zu machen. Heißt, wenn ich zwei Jahr Haltbarkeit angebe und mein Salz verbleicht doch etwas an Geschmack verliert obwohl es dunkel gelagert wurde bin ich dafür verantwortlich und könnte auf Schadensersatz verklagt werden. Natürlich macht das im Normallfall keiner, denn wir reden hier über einen kleinen Betrag, aber für das Geschäft egal welches ist das doch schädigend. Dadurch werden die Mindesthaltbarkeitsdaten verkürzt um kein Risiko einzugehen. Honig zum Beispiel hält bei kühler, trockner Lagerung locker 3 Jahre, aber meist wird das MHD von einem Jahr angegeben.

Deswegen meine Bitte: Werfen Sie unser Produkt nicht einfach weg sobald das Datum überschritten wurde. Das gilt auch für alle anderen Lebensmittel in Ihrem Haushalt. Benutzen Sie Ihre Sinne und prüfen Sie, ob Sie das Produkt noch verzehren können und entscheiden Sie individuell. Falls es unangenehm riecht, Schimmel zu erkennen ist, komisch oder säuerlich schmeckt oder Sie sich unsicher sind gehen Sie kein Risiko ein und entsorgen Sie das Lebensmittel.

Das hilft nicht nur der Umwelt, sondern entlastet auch Ihren Geldbeutel.

Bienensterben? Was kann ich da schon tun.

Als mir meine Schwägerin erzählt hat, dass sie sich Bienenstöcke holt war ich begeistert. Nicht nur, dass der Auhof ein Paradies für jede Biene ist auch wird sie sicher einem Ihrer Kinder das Hobby näher bringen können und somit den ein oder anderen zukünftigen Imker „ausbilden“. Zum Auhof ein paar Worte. Auf dem Beitragsbild können Sie den Bauernhof entdecken. Weit und breit nur Felder, Wald und Blumen. Da meine Schwägerin begeisterte Kräuterhexe ist finden die Bienen auch ausreichend Naturkräuter, eine Obstbaumwiese und einen großen privaten Gemüsegarten. Ausreichend vielfältig für wunderbaren Honig. Dieser Honig sollte niemals über 40° C Grad erhitzt werden, weil dadurch viel zu viele wichtige Inhaltsstoffe verloren gehen. Falls unser Honig kristallisiert bitte einfach auf eine warme Heizung/Kachelofen stellen oder in den Ofen (Türe schließen und nur die Glühbirne anstellen).

Die größten Bedrohungen für unsere Bienen sind Pestizide, Futterknappheit und Lebensraumverlust. Eine kurze Zusammenfassung was jeder von uns tun kann:

  • Biobauern unterstützen, da keine künstlichen Pestizide auf den Feldern landen
  • Keine chemischen Pflanzenschutzmittel zu Hause verwenden
  • Heimische Bienen-Blumen pflanzen, die bevorzugt sehr früh im Jahr (z.B. Krokus) oder im Spätsommer (z.B. Efeu, Fetthenne, Herbstastern) blühen
  • Billig Blumen vom Discounter oder Baumarkt können für Bienen giftig sein – lieber bei der regionalen Gärtnerei kaufen
  • Billig-Honig vom Discounter meiden
  • Bienen- bzw. Insektenhotel bei Möglichkeit im Garten anbieten
  • Kindern zeigen, dass Bienen und Hummeln wichtig für unser Obst und Gemüse sind und kein Grund zur Panik

Natürlich komme ich auf Märkten und durch meinen Shop mit vielen Personen ins Gespräch. Es ist erschreckend wie viele Leute günstigen Honig aus dem Supermarkt kaufen. Er ist sehr günstig, da er meist eine Mischung von Honig aus EU-Ländern und Nicht-EU-Ländern ist. Damit unterstützen wir bei den Preisen weder die Imker noch eine gesunde Umwelt oder die Bienen an sich. Mit einem Honig aus Deutschland werden keine gefährlichen Krankheiten für unsere Bienen importiert, kein ungerechter Handel mit ausländischen Imkern getrieben. Mal ehrlich, was kann dieser Honig denn noch an natürlichen und gesunden Inhaltsstoffen enthalten?

Ich freue mich jedenfalls Ihren Honig hier anbieten zu können. Mit dem Kauf von unserem Auhof Honig unterstützt ihr diese kleine familiengeführte Imkerei aus dem Altmühltal.

20. Langerringer Markttreiben

Kreative Natur durfte am 17.09.2017 am 20. Langerringer Markttreiben teilnehmen. Der Wetterbericht ärgerte uns bereits ein paar Tage vorher – „Sonntag gibt es Schauer und es ist kalt“. So ein Pech! Dabei hatte ich dem Marktleiter Herrn Zacher doch versprochen gutes Wetter mit zu bringen. Nach einer Woche Planen, Zusammenpacken und Produkte auswählen ging es endlich los. Denn angemeldet ist angemeldet egal welches Wetter für den Markttag angesagt ist. Ich machte mich Sonntag auf den Weg mit etwas gedämpfter Stimmung. Als es auf dem Hinweg bereits anfing zu tröpfeln stieg meine Laune nicht wirklich. Angekommen machte ich mich an den Aufbau des Standes. Der Platz dafür war nicht so ganz optimal, denn ich durfte mein Lager neben einem Kuhstall aufschlagen. Der Duft half nicht so ganz meine Kräutersalze und Zuckermischungen zu präsentieren, denn meine „Schnüffelgläser“ war zu klein um den herben Duft in der Luft zu überdecken. So ein Mist dachte ich mir, aber es sollte doch ganz anders kommen.

Als die Kirchturmglocke 10:00 Uhr schlug und er Markt feierlich eröffnet wurde passierte unfassbares. Die Sonne kam raus. Immer wieder verwöhnte Sie uns mit ihren Sonnenstrahlen und hielt den angesagten Regen fern. Nicht mehr als 20 Regentropfen landeten einmal kurz auf meinen gebastelten Dekorationen. So konnte ich mein Versprechen unerwartet doch noch einhalten. So wie das Wetter sich zum Guten wandelte stieg auch meine Laune. Die ersten Besucher meines Standes trafen so langsam ein. Mit vielen tollen Menschen kam ich in den Dialog und es ging nicht nur um meine Produkte sondern auch allgemein um den ökologischen Aspekt meines Standes. So konnte die Olivenölseife sehr gut überzeugen so wie die Idee unserer Spüllappen aus Bio-Baumwolle. Kräutersalze und Zuckermischungen wurden rege getestet. Als das Markttreiben zu Ende ging habe ich viele wertvolle Erfahrungen sammeln und ein paar neue Kunden gewinnen können. Ich hoffe jedem meiner Kunden gefällt sein gekauftes Produkt und wird zum Wiederholungstäter. Falls Sie zu meinem Kundenkreis gehören können Sie mir gerne Feedback geben und das Produkt in meinem Shop bewerten.

Ein Dankeschön geht an den Marktleiter Herrn Zacher für den reibungslosen Ablauf und an meine Helferelfe für die die moralische Unterstützung.